ASF: Aufbauseminar für Fahranfänger - Nachschulung

Das Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF), auch Nachschulung genannt, ist eine von der Fahrerlaubnisbehörde (Straßenverkehrsamt) angeordnete Maßnahme bei einem A- oder zwei B-Verstößen innerhalb der Probezeit, die im Regelfall beim erstmaligen Erwerb einer Fahrerlaubnis für die ersten zwei Jahre festgelegt wird (ausgenommen Klassen L, M, S, T). Ein A-Verstoß (eine schwere Zuwiderhandlung, z.B. überhöhte Geschwindigkeit, Rote Ampel) führt sofort zur Anordnung einer Nachschulung, ein B-Verstoß (weniger schwere Zuwiderhandlung, z.B. Handy am Steuer) erst beim zweiten Mal. 
Die Probezeit verlängert sich im Falle einer Anordnung zur Teilnahme am Aufbauseminar auf vier Jahre.

Ablauf

Das Aufbauseminar wird in einer Gruppe von mindestens sechs, höchstens zwölf Teilnehmern durchgeführt und besteht aus fünf Teilen: vier Theorie-Sitzungen von jeweils 135 Minuten Dauer und einer Beobachtungsfahrt zwischen der ersten und der zweiten Sitzung, welche mindestens 30 Minuten dauert und mit jeweils bis zu drei Teilnehmern stattfindet.

Im Rahmen des Aufbauseminars werden unter anderem die Verstöße der Teilnehmer besprochen und Wege zur zukünftigen Vermeidung gesucht.
Mit Abschluss des Seminars erhalten die Teilnehmer eine Bescheinigung, die bei der entsprechenden Verwaltungsbehörde eingereicht werden muss.
Wird das Seminar vom Führerscheininhaber innerhalb der von der Verwaltungsbehörde festgesetzten Frist nicht erfolgreich abgeschlossen, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Eine neue Fahrerlaubnis wird erst erteilt wenn die Teilnahme an einem Aufbauseminar nachgewiesen wird.